Mailand – Entdeckungsreise in einer pulisierenden Weltstadt

Mailand ist eine Stadt, die entdeckt werden will. 2 ½ Tage hatten wir Zeit, um in ihr auf Entdeckungsreise zu gehen. Von Klagenfurt fuhren wir mit dem Auto über die A4 Richtung Udine vorbei an Venedig und Padua, weiter nach Verona und Bergamo bis nach Mailand. Um  7 Uhr ging`s los und mit zwei kurzen Stopps auf der Autobahn brauchten wir für die berechneten 542 km 6 ½ Stunden bis zu unserem Appartement. Mit unserer Gastgeberin hatten wir den Check-in um 14 Uhr vereinbart. Nachdem wir etwas zu früh vor Ort waren, nutzten wir gleich die Gelegenheit, um im nahe gelegenem Markt eine italienische Jause einzukaufen. Mortadella, Prosciutto crudo und cotto, Dolce latte, Bel Paese und Asiago ein Glas Oliven und Cipolline, Pane und Vino rosso – das Notwendigste eben.

Piazza del Duomo – laut, schnell und beeindruckend

Unser Appartement, welches wir über airbnb buchten lag etwas außerhalb der Stadt. Nach Check-in und italienischer Jause starteten wir mit unserer Mailand Entdeckungsreise. Mit der Metro waren wir in 20 Minuten im Stadtzentrum und bei der Metrostation auf der Piazza del Duomo erwischten wir zufällig den richtigen Aufgang, denn der imposante Mailänder Dom stand fast vor uns. Die Piazza war gefüllt mit Menschen, die mit Handies und Kameras eifrig versuchten, die besten Bilder, Videos, Stories und Snaps zu machen. Tauben flogen zu Massen über unsere Köpfe, Straßenkünstler sangen und wir waren von der gewaltigen gotischen Architektur des Domes gefesselt.

Blick auf die Piazza del Duomo in Mailand

Um in den Dom zu gelangen mussten wir zuerst Eintrittskarten besorgen. Der Shop liegt gleich in der Nähe des Domes und wie erwartet, waren auch hier sehr viele Touristen, die das gleiche vorhatten wie wir. Um Tickets kaufen zu können, mussten wir zuvor nummerierte Tickets für die Kasse ziehen und auf unsere Nummer warten. Die Wartezeit der Touristen nutzt die Kirche für ihre wirtschaftlichen und weltlichen Interessen, denn in dem Shop gibt`s Bags mit Domaufdruck, Rosenkränze mit Swarovski Steinen, Tassen, Stifte und T-Shirts, somit  alles was so manches Touristenherz höher schlagen lässt. Die Tickets für den Eintritt kosteten € 3,– pro Person.

Bis 19 Uhr war der Dom geöffnet und da wir schon später dran waren, mussten wir nicht anstehen bis wir zur Militär Security kamen, die das Domtor streng bewachte. Diese checkte uns – ausgestattet mit großen Gewehren – genau durch. Endlich durften wir durch das Tor in den Dom. Die fünf Schiffe der Kathedrale sind gewaltig. Das Hauptschiff war überwältigend groß und durch die farbigen Glasfenster fiel das Licht wunderschön in das Innere des gotischen Domes. Es fand gerade eine Messe statt und die Orgelklänge durchdrangen die gesamte Kathedrale.

Wieder draußen auf der Piazza, machten wir uns auf die Suche nach einer guten Pizzeria. In Mailand fehlt es nicht an Lokalen, von Gourmetrestaurants bis zu Kettenlokalen ist alles vertreten. Wir wollten nicht zu viel für das Abendessen ausgeben, also suchten wir in den Seitengassen des Stadtzentrums nach einer guten Gelegenheit und fanden eine nette Pizzeria, in der das Preis- Leistungsverhältnis in Ordnung war.

Pizzeria in Mailand

Kaffeehausszene in Mailand

Am nächsten Vormittag machten wir uns mit dem Auto auf die Suche nach einem netten Café. An die Verkehrssitten in Mailand mussten wir uns erst gewöhnen, denn das Fahren in der Spur funktioniert hier definitiv anders. Schnell waren wir aber voll im Rennen dabei und wurschtelten uns irgendwie durch die Straßen und Kreisverkehre, immer umgeben von Mopeds, die rechts und links knapp an uns vorbeidüsten. Unser Ziel war ein Kaffeehaus, das im Reiseführer als Insidertipp gekennzeichnet war. Parkplatz fanden wir natürlich keinen, also fuhren wir in ein Parkhaus für € 3,-/Stunde.

Das Café Pavé in der Via Felice Casati 27 können wir nur empfehlen! Eingerichtet mit alten Möbeln, Vitrinen voll mit herrlichen Brioches in verschiedensten Kombinationen lässt es sich hier in gemütlicher und entspannter Atmosphäre frühstücken. Die Fahrerei hat sich ausgezahlt, aber aufgrund der schlechten Parkplatzsituation fuhren wir ab sofort ausschließlich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Café Pavé in Mailand

Café Pavé in Mailand

Das Mag Café in der Ripa di Porta Ticinese 43 direkt am Kanal in den Navigli gelegen ist unser nächster Tipp. Eingerichtet im Boho-Style, vollgestopft mit Möbeln und Wohnaccessoires und freundlichem Personal lässt es sich hier gemütlich chillen. Die Cocktails sollen hier auch ausgezeichnet sein. Da wir aber vormittags unterwegs waren, blieben wir bei Cafè latte, Macchiato, Pistazien-  und Vanillecremebrioches.

Café MAG Mailand

Café MAG Mailand

Nach dem Frühstück spazierten wir weiter durch die Navigli. Hier gibt es jede Menge nette Cafés, Bars, Restaurants und wir nutzten die tolle Kulisse auch für Lea`s Fashionshootings. Da wir in den Naviglis viel zu Fuß unterwegs waren, fuhren wir über die Mittagszeit in unser Appartement, um etwas durchzuschnaufen und den Nachmittag zu planen.

Blick auf die Navigli in Mailand

Häuser in den Navigli von Mailand

Stand up padling in den Navigli von Mailand

Graffiti Haus in Mailand

Shopping in Mailand

Mailand ist bekannt als Mode Weltstadt. In der Galleria Vittorio Emanule waren tausende von Menschen um sich die Nasen an den Schaufenstern der Edellabels platt zu drücken. Gucci, Prada oder Versace hier ist alles vertreten, was teuer ist. Die Ferraris der Reichen parken so nahe als möglich der Galleria, und die lokale Schickeria kann hier viel Geld ausgeben. Wer nicht das Geldbörserl für die Labels in der Galleria hat, lässt die traumhafte Architektur auf sich wirken.

Der Eingang in die Passage bildet ein monumentaler Triumphbogen, die zwei Gänge der Galleria sind von einem Glasdach überspannt. Der Fußboden ist durch große Mosaike bestimmt. Sie zeigen die Wappen von Florenz, Rom, Turin und Mailiand. In der Mitte der Passage befindet sich eine riesige Glaskuppel mit  einer  Höhe von 47 Metern. Es ist schon ein “Muss” durch die Galleria zu bummeln, wobei wir auch nicht von Staßenverkäufern, die uns Handystangen, Tücher und Armbänder andrehen wollten, verschont blieben.

Blick auf den Eingang der Galleria Vittorio Emanuele in Mailand

Glasdach der Galleria Vittorio Emanuele in Mailand

Im Quadrilatero della Moda – das Viereck der Mode – hielten wir uns lange auf, denn an vielen Shops konnten wir nicht vorbeigehen. In der Fußgängerstraße Corso Vittorio Emanuele fanden wir für uns leistbare Labels. Der Mega Mango Store auf drei Etagen hat uns besonders gut gefallen. Mango ist gerade in Österreich nicht überall vertreten. In Wien gibt es einige interessante Stores, die aber von der Kollektion nicht annähernd das bieten, was wir in Mailand zu sehen bekamen.

Sightseeing

Den letzten Tag nutzten wir für weiteres Sightseeing und noch ein Fashionshooting von Lea auf der Piazza del Duomo. Von dort aus spazierten wir anschließend die Via Dante hinunter bis zum Castello Sforzesco. Das Castello ist ein mächtiges Schloss, das in der Renaissance errichtet wurde. Im Inneren des Burghofes finden sich Zugänge zu Museumsanlagen und zum Waffensaal.

Blick auf das Castelle Sforzesco in Mailand

Wir gingen weiter durch den Hof, bis zum Parco Sempione, Mailands grüner Oase. Hier erholen sich die Mailänder von der lauten Stadt und können ein bisschen Frischluft tanken. Kinder, Studenten, Pärchen, Frauchen und Herrchen mit deren Doggies – hier ist alles unterwegs.

Der Arco della Pace – der Friedensbogen thront am Ende des Parkes. Ursprünglich wurde er als Triumphbogen für die Erfolge Napoleons errichtet. Wir hielten uns eine zeitlang im Park auf und genossen die Wiesen und mächtigen Bäume, um für den Retourweg zur nächsten Metrostation wieder fit zu sein.

 

Parco Sempione in Mailand mit Blick auf Arco della Pace

Arco della Pace

Eis essen in Mailand

Am Rückweg gönnten wir uns noch ein Gelato in einer der unzähligen Gelaterie, die auf jeder Ecke in Mailand zu finden sind. Wir waren in den 2 ½ Tagen viel unterwegs und konnten viele spannende Eindrücke mitnehmen. Mailand – eine pulsierende Stadt, die niemals schläft!

Blick auf den Eingang der Galleria V. Emanuele in Mailand bei Nacht

Lea

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